S a m m l u n g e n

B e w a h r e n

b e s o n d e r e r

K u l t u r g ü t e r



Die Sammlungen

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts sammelten einige Psychiater Werke ihrer Patientinnen und Patienten: In der Schweiz waren dies etwa Walter Morgenthaler, Hans Steck, Charles Ladame, Arthur Kielholz, Moritz Tramer und andere. Aus Deutschland wissen wir von Hans Prinzhorn in Heidelberg. Die älteste Sammlung legte aber Cesare Lombroso bereits vor 1880 in Turin an.
Die Psychiater sammelten als Forscher mit einem wissenschaftlichen, oft diagnostischen Interesse. Manchmal jedoch wurde auch das Interesse und die Begeisterung für die Schönheit und Komplexität der Werke spürbar, wie im Falle von Walter Morgenthaler, der 1921 die Monografie "Ein Geisteskranker als Künstler“ über seinen Patienten Adolf Wölfli verfasste oder im Fall von Hans Steck, seiner Doktorandin Jacqueline Porret-Forel und der Patientin Aloise Corbaz.
Für ihre Forscherkarrieren wandten sich die Psychiater jedoch später anderen Gebieten zu.

Auch im Burghölzli in Zürich, in der Pflegeanstalt Rheinau, in der Friedmatt in Basel sowie in vielen anderen Kliniken produzierten Patientinnen und Patienten Werke, die von einem Arzt, einer Ärztin oder vom Pflegepersonal selektiv aufbewahrt wurden. Die weniger bekannten Sammlungen sind gefährdet, weil kaum jemand von ihrem Umfang oder ihrem Wert weiss. Die Werke wurden an Bazaren verkauft, mitgenommen, unsachgemäss aufbewahrt, so dass sie Schaden nahmen, oder sie wurden weggeworfen. Im Vorgängerprojekt konnten grosse Teile der Sammlungen Königsfelden, Rheinau und Waldau, über 1800 Werke, in je einem digitalen Katalog erfasst und teilweise restauriert werden. Sie werden sachgemäss aufbewahrt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, wobei sie auf ein reges Interesse stossen.

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