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Konservieren der Werke

Walter Morgenthaler erstellte einen Zettelkatalog der Werke seiner Sammlung. Von den in der alten Rheinau erhalten gebliebenen Werke gibt es ein Inventar, welches bei der Schliessung der Klinik in das Inventar der Kulturgüter übernommen wurde. Längst nicht alle Sammlungen und Depots sind aber erfasst worden.
Oft befinden sich die Werke in Kammern oder Kellern, wo sie Schaden nehmen. Neben dem Erstellen eines Kataloges ist daher das Konservieren der Werke eines der zentralen Anliegen. Über die materielle Untersuchung erschliesst sich  ein wichtiger transdisziplinärer Teil des Verständnisses für die Produktion und ihre Bedingungen. Eine interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Fachpersonen ist unerlässlich.

Studierende der  Fachklasse für Konservierung und Restaurierung der Hochschule der Künste Bern absolvierten ein Praktikum in  Königsfelden. Sie erstellten ein Konzept zur sachgemässen Lagerung in einem Depotraum, der klimatisch den Anforderungen genügt, untersuchten und reinigten Objekte und leiteten uns und die Kliniken im Sinne einer Best Practice an, wie die Werke zu verpacken und zu bewahren sind. Einzelne Werke wurden zu Handen der Ausstellung der Sammlung Morgenthaler im Kunstmuseum Bern (1. Februar bis 18. Mai 2008) restauriert.  Das Konservieren der Werke ist ohne finanzielle Unterstützung Dritter nicht zu bewältigen. 

Beispiel: Zeppelin (Sammlung Königsfelden)
Zustand: Der Zeppelin war stark verschmutzt,  Holz- und Drahtverbindungen lose, Fliegenkot, Verfärbungen des Gewebes aufgrund Metallkorrosion der Nägel, einige Risse im straff gespannten Leinengewebe. Farbreste zeigten, dass die Holzteile rot, mit  aufgeklebten weissen Schweizerkreuzen, bemalt waren.
Vorgehen: Die Oberfläche wurde sorgfältig von Hand mit weichem Pinsel, Staubsauger und Wattestäbchen (feuchte human-enzymatische Oberflächenreinigung) gereinigt, wodurch die Gewebeoberfläche feiner und harmonischer wird und die Textilstruktur besser hervortritt.
Es wurden alle Schäden aufgenommen. Für die Lagerung wurde eine Kiste aus säurefreiem Karton und inertem Ethafoam gebaut, welches das Objekt vor äusseren Schäden und zusätzlich auch klimatisch schützt. Eine Schädlingsbekämpfung erwies sich als unnötig.